Be courageous!

Ich bin wieder wach. Aber das ist nur ein kleines bisschen Normalität im großen Unnormalen. Denn zum ersten Mal bin ich von einer Reise nicht in meinen Alltag zurückgekehrt, sondern in ein neues Leben. Und zwar in eins, das es noch gar nicht gibt. Kann es verwirrender werden? Spannender? Erschreckender? Wo fange ich an?

Als Erstes habe ich mir einen Plan gemacht – Arbeit an Projekten im Zweistundentakt. 9 bis 11: Projekt Reisebuch. Ist so etwas nach Meike Winnemuth überhaupt möglich? Es kostet mich viel Mut, mich dieser Frage zu stellen. Vermutlich werde ich sie mit Nein beantworten. Aber bis es soweit ist, plane ich schon mal los.

11 bis 11.30: Lunchpause. Ich mag Lunch. In Deutschland wird zu wenig geluncht. Habe im Stehen Butterbrote gegessen und einen Tee getrunken, weiter um 11.30: Projekt zwei, Kindergeschichte mit Madeleine. Sie hatte sich gewünscht, dass ich eine Story mit ihr in der Hauptrolle schreibe. Wir haben angefangen damit, und jetzt gibt es natürlich kein Zurück.

Allerdings bin ich gleich am ersten Tag langsamer als geplant. Es gibt so viel zu lesen, zu schreiben und zu bedenken, ständig werde ich von mir selbst abgelenkt. Außerdem habe ich noch keine Verabredung zum Kaffeetrinken, dabei wäre das jetzt gleich dran, bevor es weitergeht mit dem nächsten Projekt: Leben organisieren. Bis 20 Uhr, dann Abendbrot. Es ist ein guter Plan. Ich muss ihn nur noch mit Inhalten füllen.

Es gibt Menschen, die finden es mutig von mir, dass ich allein auf Reisen gehe. Aber das ist nur mutig, wenn man Angst davor hat. Ich mache es einfach gerne. Wieder nach Hause zu kommen ist viel furchteinflößender.

Wer für Winke des Schicksals offen ist, muss dies als solchen anerkennen: Ich habe Morris kennen gelernt. Er war mein Untermieter, während ich verreist war. Bei der Schlüsselübergabe nach meiner Heimkehr sahen wir uns zum ersten Mal. Und wir hatten uns sehr viel zu erzählen. Morris ist einer, der sagt: Folge Deinem Traum. Er dürfe das sagen, er sei selbst der Beweis dafür, dass es richtig ist. Man muss es ihm glauben. Morris ist Amerikaner. Außerdem Tänzer, Choreograph und Buddhist. Er habe immer getan, wovon er träumte, sagt er. Und, an mich gerichtet: Be courageous. Sei mutig. Ich will mal gucken, was ich tun kann.

wolken

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